Als Gemeindepräsident kann man sich nicht einfach den Sheriff-Stern anstecken, den Colt umschnallen und dann für Ruhe und Ordnung sorgen. Trotzdem setze ich mich dafür ein, dass in Recherswil Vandalismus und Littering zurückgehen. Mit einem Brief an die Jugendlichen habe ich begonnen. Jetzt muss ich mich an die Erwachsenen wenden.
Es erreichen mich vermehrt Reklamationen, dass einige Hundehalter wohl meinen, ein Robidog sei eine Weiterentwicklung des Hot-Dog oder so was Ähnliches. Ihnen ist es jedenfalls zu mühsam, den Hundekot in ein Säcklein zu packen und bis zum nächsten Robidog zu tragen. Entweder lassen sie den Dreck ihres vierbeinigen Freundes einfach liegen oder sie stecken ihn in ein Säcklein, lassen dann aber dieses liegen. Naja, so ein Hundedreck ist ja auch wahnsinnig schwer und schliesslich hat man doch Hundesteuer bezahlt.
Damit ist aber längst nicht genug. Nicht nur einige Hundehalter haben die Kinderstube mit dem Düsenjet durchflogen. Auch bei den Mulden beim Werkhof stehen die Gemeindeangestellten und die Behörden kopfschüttelnd vor dem Resultat fleissiger Entsorger.
Da liegt Plastikbesteck und -geschirr im Container für die Nespresso-Kapseln, Oelflaschen werden nach dem Entsorgen des Altoels kurzerhand hinter einen der Container geschmissen, halbe Küchen-Kombinationen werden abgelegt usw. (Die Aufzählung könnte eine ganze Seite füllen)
Die Gemeindeangestellten ärgern sich nicht nur über diese Schweinereien, sie haben auch mehr Arbeit den Müll zu trennen und zu entsorgen. Damit wiederum hat die Gemeinde höhere Kosten und Sie alle bezahlen die Zeche mit höheren Gebühren.
Für Littering können schon bald Bussen verteilt werden. Die Umsetzung dieser Möglichkeit und weitere Massnahmen werden wir in den Kommissionen und im Gemeinderat diskutieren.